Archiv für September, 2006

Click an der Decke

Freitag, 29. September 2006

eine Dachseite schon fertigWir haben uns ja den Luxus der offenen Räume im Dachgeschoss gegönnt, kein Spitzboden, ein schöner Blick auf den Firstbalken… was der Spaß an “Mehrarbeit” bedeutet hat wurde uns erst so nach und nach klar.

Schon bei der Dachdämmung und der anschließenden Lattung bzw. Verkleidung mit Gipskarton wurde klar: Wir brauchen eine Alternative zu spachteln, schleifen, spachteln, schleifen, grundieren, tapezieren usw. gerade im Bereich der Galerie.

Hier geht ohne Gerüst nichts, das hätten wir dann ständig verschieben, umbauen und von oben nach unten tragen müssen. Paneele mit Nut-und-Feder sind optisch nicht unser Ding, wir haben eine Lösung für eine glatte Fläche gesucht.

Da gibt es nicht viel, unsere Wahl fiel auf das Clickboard-System von Parador. Verbindung mit Laminattechnik, eine wirklich massive HDF-Platte und die Oberfläche Strukturputz fein in weiß ist genau unser Ding.

Die Montage ist nicht einfach, wir haben recht lange gebraucht das System mit den verdeckten Befestigungsklammern (Randklammern, Mittelklammern, Rastwinkel für Randklammern) zu verstehen. Nach den ersten Boards ging es aber ganz gut, nach zwei Samstagen sind wir fast fertig. Am Rand werden später noch spezielle Profile eingeclickt.

Tag der offenen Tür

Montag, 25. September 2006

Tag der offenen TuerAm nächsten Sonntag (01.10.06) wird es bei uns eine Hausbesichtigung geben. p+p haus führt solche Termine in der Bauphase häufiger durch, natürlich besonders gerne wenn das Haus etwas “ungewöhnlich” ist.

Auf der Homepage von p+p haus sind die Details inklusive Anfahrtsbeschreibung zu finden, natürlich sind auch alle Blog-Leser herzlichst eingeladen.

Vielleicht sehen wir uns ja…

Roll- und Streichputz

Montag, 25. September 2006

Streichgrund und PutzLange haben wir nichts von uns hören lassen… Das liegt allerdings nicht daran, dass nichts passiert wäre!

Ich habe mich, nachdem endlich die meisten Stellen geschliffen waren, den Wänden gewidmet: Zunächst mussten die Gipskartonplatten mit einem sogenannten Streichgrund behandelt werden. Wir haben passend zum Putz, der als nächste Schicht darüber kam, den Streichgrund von AURO benutzt. Dieser hat schon eine ganz leichte Körnung, so dass schon beim Grundieren eine leichte Struktur entsteht. Super, dass er bereits weiß ist! Man spart sich dadurch einen Arbeitsgang. Denn um sicher zu stellen, dass auch später nichts mehr von den verspachtelten “Nähten” zu sehen ist, hätte man über einen “normalen” Tiefengrund vor dem Verputzen weiße Dispersionsfarbe streichen müssen.

Den Putz ( Roll- und Streichputz von AURO ) kann man wahlweise mit der Rolle oder einer Lasurbürste auftragen. Ich habe mich für die Bürste entschieden und tagelang liegende Achten gemalt! ( soll ja ein gutes Gehirnjogging sein! ) :-)

Da ich bislang noch nie mit Putz gearbeitet hatte, waren meine Bedenken doch recht groß, ob ich es denn einigermaßen ansehnlich hin bekomme. Ich habe dann mal vorsichtshalber an einer Stelle angefangen, wo später sowieso ein Schrank davor steht… Aber ich muss sagen, meine Bedenken haben sich recht schnell in Luft aufgelöst: Der Putz lässt sich auch für Anfänger supergut verarbeiten und das Ergebnis kann sich sehen lassen!

Mittlerweile sind das gesamte Erdgeschoss, das Treppenhaus im Keller und ein Teil der Galerie verputzt. Ich weiß noch nicht so genau, wie lange meine Hand die Bewegungen noch mit macht, aber schön ist es geworden! :-)

Arbeitszimmer im EG fertig verputzt Wohnzimmer auch schon fertig

Heizung bald am Netz

Sonntag, 10. September 2006

Blick auf die THZ noch ohne GehaeuseDie Fertigstellung unserer Heizung macht große Fortschritte, das ist aber auch dringend notwendig: Der Estrich ist ja nun schon seit guten drei Wochen im Haus, da wird es Zeit, dass endlich das Aufheizprogramm der Fußbodenheizung beginnt. Erst danach werden wir schauen wie die Restfeuchte ist, wir befürchten schon, dass wir auf den Schritt “Bodenbeläge” noch warten müssen…

Jedenfalls ist die Verrohrung der Lüftungsanlage im Keller abgeschlossen, Wasserleitungen und Heizkreise sind alle verbunden. Der Wasserspeicher der Tecalor THZ 303 SOL wurde auch schon gefüllt. Es fehlt noch die Isolierung der Lüftungsrohre im Keller und die großen Luftschläuche für die Zu- und Fortluft der Wärmepumpe. Die Arbeiten werden wohl Anfang kommender Woche beendet.

Am Montag wird die e.on Mitte dann die Hausanschluss-Säule setzen, am Mittwoch die beiden Zähler. Wenn alles nach Plan läuft wird dann am Donnerstag die Heizung in Betrieb genommen und wir werden schwitzen. :-)

Schalldaempfer der Lueftungsanlage EWT, Ausgleichsgefaess, Loch fuer Luftschlauch

Kabelchaos lichtet sich

Sonntag, 10. September 2006

Diese Woche wurde das “Kabelchaos” im Keller behoben: Unser Elektriker Marc Hepp hat den Sicherungskasten montiert und alle Zuleitungen verklemmt. Da wir für unsere Wärmepumpe einen zweiten Zähler bekommen und zusätzlich noch ein sogenannter “Rundsteuerempfänger” eingebaut werden muss (die e.on kann damit laut Tarif die Stromzufuhr in Spitzenlastzeiten unterbrechen) ist es ein recht großer Schrank geworden. Jedenfalls sieht es mit dem darüber montieren Kabelkanal schon gleich viel ordentlicher aus!

Am Samstag habe ich mit Nicoles Bruder Sven dann noch den kleinen Netzwerkschrank an die Wand gehängt, jetzt sind auch schonmal alle Netzwerkkabel verschwunden.

Blick in den Netzwerkschrank Sven setzt Steckdosen Gira E2

Wasser Marsch!

Sonntag, 10. September 2006

Was ein tolles Gefühl einfach nur in den Keller zu gehen und es kommt Wasser aus einem Hahn! :-)

Jedenfalls haben wir seit Donnerstag endlich einen Wasseranschluss! Das leidige Schleppen von 30 Liter Kanistern von zu Hause zur Baustelle hat damit ein Ende. Die Monteure der Firma Metternich (die diese Woche weiter fleißig an der Heizung arbeitetenden) haben uns dann schnell noch einen kurzen Schlauch an einen Hahn geklemmt, perfekt, Kaffee kochen ohne sich ins Auto zu setzen! ;-)

Der Telefonanschluss wurde ebenfalls am Donnerstag gelegt, alles sehr problemlos, da hätte ich doch viel mehr “Problemchen” mit dem Rosa-Riesen erwartet…

endlich ausgeschliffen

Sonntag, 10. September 2006

Nachdem wir von letzten Freitag bis Mittwoch eigentlich pausenlos unsere vorher verspachtelten Wände geschliffen haben, sind wir nun endlich fertig. Durch die sehr offene Bauweise sind auch unglaublich große und hohe Wandflächen entstanden, das haben wir dann bei dieser Aktion erstmal so richtig gemerkt. ;-)

Wir haben uns bei Obi eine Schleifgiraffe einen Langhalsschleifer ausgeliehen. An diesen wurde ein leistungsstarker Industriestaubsauger angeschlossen. Die anfallende Staubmenge im Haus hielt sich so wirklich in Grenzen, es ist schon der Hit wie fein der Schleifstaub der Spachtelmasse Uniflott so wird…

Natürlich war beim Schleifen auch immer wieder “nachspachteln” angesagt, so dass wir beide und Nicoles Papa eigentlich ununterbrochen mit einem Eimer Uniflott der Giraffe hinterher gerannt sind. Die Ecken und sonstige enge Winkel haben wir dann mit einem kleinen Deltaschleifer glatt bekommen.

Wir können jedem nur diesen Langhalsschleifer empfehlen, eine unglaubliche Arbeitserleichterung, gerade wenn es auch um schlecht erreichbare Stellen wie Decken und hohe Wände geht.

Elektroinstallation in einem Holzhaus

Dienstag, 5. September 2006

Installationsrohr im DG, noch uebersichtlichUnsere Elektroinstallation ist nicht besonders umfangreich, eigentlich Standard. Der Zeitbedarf ist allerdings durch den Wandaufbau gewaltig gewesen: Außen- wie Innenwände bestehen von innen gesehen aus Gipskartonplatte auf OSB-Platte. Die Innenwände (15 cm dick) haben Steinwoll-Platten von 5 cm Dicke im 10 cm Hohlraum. Zwischen der 20 Zentimeter dicken Steinwolle der Außenwand und der GK/OSB-Platte ist natürlich eine Folie.

Hier mal beispielhaft die notwendigen Arbeitsschritte um das Licht im Wohnzimmer später einschalten zu können:

  1. Bohren eines 68mm Loches durch die GK- und OSB-Platte in ca. 110cm Höhe. Um in der Außenwand die Folie nicht zu beschädigen ist auf den letzten Millimetern ständiges Absetzen der Bohrmaschine und “Druckprüfung” der OSB-Platte gefragt, die bleibt leider sehr lange stabil und man merkt dann nicht, dass sie schon fast “durch” ist.
  2. Wenn der OSB-Kreis schon leicht wackelt, Bohrmaschine zur Seite, dicke Schraube in die Mitte der Scheibe drehen und damit vorsichtig den Kreis herausbrechen. Auf diese Weise gelingt es fast völlig, ohne die Folie zu beschädigen, nur das kleine Loch durch den Zentrierbohrer bleibt.
  3. Zehn Zentimeter über dem Rohfußboden und direkt unter dem geplanten und eben gebohrten Schalter ein 40mm Loch bohren, ebenfalls mit einem Lochbohrer und der oben beschriebenen “Technik”.
  4. Mit einem dicken Holzbohrer an der geplanten Lampenposition von unten durch den Holzbalken (sichtbare Holzbalkendecke!) bohren.
  5. Stromkabel ablängen, Kabelrolle liegt beim Schalter, Kabel wird zum Schornstein gezogen (Installationsschacht). Dort wartet schon der Zugdraht der aus dem Dachgeschoss durch das 100er HT-Rohr nach unten gelassen wurde. Kabel wird befestigt und hochgezogen. Dort geht es dann auf dem Fußboden des Dachgeschosses bis zum Kinderzimmer, dem Raum über dem Wohnzimmer. Kabel wird durch das eben gebohrte Loch gesteckt. Jetzt hat man die Länge und kann das Kabel unten beim Schalter abschneiden.
  6. Schutzrohr im Dachgeschosse vom Kinderzimmer bis zum Schornstein ablängen, Stromkabel reinstecken und Schutzrohr mit Schellen auf dem Rohfußboden (Holz) festschrauben.
  7. Schutzrohr im Erdgeschoss vom Schornstein bis zum Lichtschalter im Wohnzimmer ablängen, Kabel hinein und mit Schellen und Schlagbolzen auf dem Boden befestigen.
    Kurzer Zugdraht vom oberen Loch (Schalter) zum kleinen Loch schieben, klappt im besten Fall beim zweiten Versuch, da die Folie durch die dicke Dämmung extrem dicht an der OSB-Platte anliegt
  8. Stromkabel ( 3 x 1.5 ) mit dem Zugdraht noch oben zur Dose ziehen, dabei muss einer oben ziehen, der andere das Kabel nachdrücken.
  9. Beschriften, fertig und eine Menge Zeit ist rum :-)

Ohne die von unserem Elektriker Marc Hepp geliehenen Werkzeuge wäre das alles gar nicht möglich gewesen! Wir haben das Kabeleinzugsystem KATI-Blitz und einen Fräskopf von Kaiser Elektro, passend zu unseren Hohlwanddosen, verwendet.

Verjüngungskur für die Decke

Dienstag, 5. September 2006

leider nicht gut zu erkennenIm Erdgeschoss haben wir uns ja für eine sichtbare Holzbalkendecke entschieden. Zwischen den Duolam-Balken befinden sich 3-Schicht Fichteplatten. Fichte wird unter UV-Lichteinwirkung ja recht schnell gelb. Wir konnten das nach wenigen Wochen schon beobachten, die Balken im offenen Wohn-Ess-Bereich sind schon deutlich dunkler und gelblicher als z.B. in der Diele.

Wir haben lange nach einer passenden Lasur, Wachs, Öl oder Farbe gesucht. Nachdem wir an einem Probebalken (natürlich nicht an der Decke, war ein Duolam-Reststück :-) ) vier verschiedene Produkte getestet haben fiel unsere Wahl auf die Holzlasur 160 der Marke Auro.

Mit dem Ergebnis sind wir zufrieden, das Holz sieht nicht richtig “weiß” aus, sondern “frisch, jung, …”. Das gleichmäßige Auftragen der Lasur ist richtig zeitaufwändig, Arne hat schon zwei komplette Urlaubstage “verstrichen”.

Dosen versenkt

Dienstag, 5. September 2006

Nicoles Bruder hat zwei Tage seines Urlaubs geopfert um die Hohlwanddosen zu setzen. Eine wirkliche Fummelarbeit: Die Kabel mussten erst passend abgelängt werden, dann wurde der Mantel abisoliert und in die Dose eingeführt. Besonders an den Außenwänden mit der stramm sitzenden Dampfbremse ein ganz schöner Murks, tiefe Dosen und vier oder fünf Kabel unterzubringen.

Aber als gelernter Elektriker die richtige Arbeit für ihn, ich hätte vermutlich die doppelte Zeit benötigt! ;-)